Komplementärmedizin
Komplementärmedizin wird ähnlich wie die Begriffe „CAM“ und „Alternativmedizin“ als Überbegriff für eine Vielzahl von Verfahren außerhalb der konventionellen Medizin benutzt. Der Begriff umfasst sowohl mündlich und schriftlich überlieferte traditionelle Medizinsysteme aus den unterschiedlichsten Regionen der Welt, als auch neu entwickelte unkonventionelle medizinische Verfahren. Die Naturheilkunde mit ihren klassischen Bereichen (Hydro- Bewegungs- Phyto- Ernährungs- und Ordnungstherapie) stellt ebenso wie das traditionelle volksmedizinische Heilwissen eine Unterkategorie dar. 1 2 Es handelt sich um eine Ablösung des Begriffes Alternativmedizin, welche signalisieren soll, dass die Methoden nicht als Alternativen zur etablierten Medizin angesehen werden sollten, sondern als Ergänzungen. Das entspricht zum einen den Gepflogenheiten der Patienten/-innen bzw. Klienten/-innen, die von sich aus konventionelle und komplementäre Methoden kombinieren 3 und unterstreicht zum anderen die Absichten vieler Anbieter/-innen traditioneller und komplementärer Heilmethoden, die an einer Zusammenarbeit mit der etablierten Medizin interessiert sind. 4
Quellenangaben
1.Lindner 1997:335
2.Pschyrembel 2006:193
3.Jonas, Levin 1999:4
4.Koch, Unger 1996:33
Literatur
Jonas, Wayne; Levin, Jeffrey
Essentials of Complementary and Alternative Medicine. Lippincott Williams & Wilkins, 1999
Koch, Heinrich P; Unger, Astrid
Ganzheitsmedizin. Philosophie und Grundlage einer medizinischen Denkrichtung. Facultas, Wien, 1996
Lindner, Martin
Komplementärmedizin In: Christian Hentschel (Hrsg.) Naturheilverfahren, Homöopathie und Komplementärmedizin. Chapman&Hall, Weinheim, 1997, 335- 74
Pschyrembel
Naturheilkunde und alternative Heilverfahren 3. Auflage de Gruyter, Berlin, 2006
